Aktuelles aus der Welt der Social Media

Auch in den vergangenen Wochen hat sich in der Welt der Social Media wieder einiges getan. Die wichtigen Neuerungen rund um Facebook und Co. sowie aktuelle Nutzerzahlen auf den sozialen Plattformen werden im heutigen Blogpost von Praktikant Felix vorgestellt.


Facebook knackt magische Grenze

Facebook hat es geschafft – wie das Unternehmen mitteilte, wurde vergangene Woche (am 24. August 2015) eine neue Rekordmarke geknackt. Eine Milliarde Nutzer haben sich demnach am besagten Tag auf der Plattform angemeldet. Zugegebenermaßen kommt das Erreichen dieser magischen Grenze nicht ganz überraschend. Bereits im zweiten Quartalsbericht im Jahr 2015 wies Facebook 1,49 Milliarden aktive Nutzer auf, von denen 968 Millionen das Soziale Medium täglich in Anspruch nahmen. In Deutschland sind es aktuell übrigens rund 28 Millionen Nutzer. Die 1 Milliarde Nutzer bezeichnet Facebook-CEO Mark Zuckerberg dennoch als "wichtigen Meilenstein".

Trotz oder gerade wegen der Konkurrenz und den steigenden Nutzerzahlen sinkt derweil die organische Reichweite auf Facebook zunehmend. Nicht-organische Reichweite mittels Facebook-Anzeigen gewinnt dadurch mehr und mehr an Bedeutung und ist für Werbetreibende im Social Web (gerade für die Hotellerie) im Sinne von effektivem Social-Media-Marketing mittlerweile unabdingbar.

Alternative Live-Streaming-App – "Facebook-Live"

Und was gibt es sonst noch Neues bei Facebook? Einiges! Als Pendant zu den bereits auf dem Markt etablierten Live-Streaming-Apps Periscope und Meerkat, hat Facebook nun seinerseits nachgelegt und Anfang August "Facebook Live" vorgestellt.

Via Livestream und über das Smartphone können Nutzer in Interaktion mit Zuschauern treten, die ihrerseits Kommentare und Fragen hinterlassen können, während der Streamstarter nur per Video antworten kann. Im Gegensatz zu Periscope und Meerkat ist "Facebook Live" als Teil der Mentions App jedoch zunächst nur Menschen des öffentlichen Lebens vorbehalten, die darüber hinaus ein verifiziertes Facebook-Profil vorweisen können.

Umbenennung von Fan-Seiten auf Facebook

Eine Facebook-Neuerung, von der potenziell alle Nutzer profitieren werden, ist die Vereinfachung bei der Umbennung von Fan-Seiten. Während eine Umbenennung bisher nur bis zu einer Anzahl von 200 Fans problemlos möglich war, sind Einschränkungen dieser Art zukünftig aufgehoben.

In nahezu allen Fällen dürfen Seitennamen zukünftig im Rahmen gewisser Regeln (beispielsweise korrekte Groß- und Kleinschreibung und Rechte am Seitennamen) von Administratoren korrigiert werden. Facebook behält sich dennoch weiterhin das Recht vor etwaige Namensänderungen zu überprüfen und nimmt dafür eine sieben Tage Frist in Anspruch. Insbesondere für die Hotellerie, in der Namensänderungen von Hotels keine Seltenheit sind, vereinfachen die Neuerungen die Handhabung erheblich.

Facebook generiert bei Online-Medien mehr Traffic als Google

Zu guter Letzt sollte in Bezug auf Facebook noch eine Entwicklung aufgezeigt werden, die zunächst zwar nur für den US-amerikanischen Raum gilt, aber möglicherweise Zukunftsprognosen für das Social-Media-Marketing in Deutschland zulässt. Laut einer Auswertung von der amerikanischen Analytics-Firma Parse.ly wurde Google als größter Traffic-Bringer von Facebook im Eiltempo überholt. Demnach nimmt die Relevanz der omnipräsenten Suchmaschine Google laut Zahlen von Parse.ly ab, während die Sozialen Medien bezüglich der Traffic-Generierung bei Online-Medien in den USA nicht nur zugelegt haben, sondern mittlerweile marktführend sind.

40 % des Netzverkehrs gehen aktuell von Facebook aus, während Google laut Auswertung unter die 40 % gefallen ist. Für den deutschsprachigen Raum gelten diese Zahlen zwar aktuell noch nicht, lassen aber durchaus Spekulationen für die Zukunft zu. Anzunehmen ist, dass für Unternehmen in Deutschland Social-Media-Marketing auch weiterhin an Bedeutung gewinnen wird.

Und der Rest? Was passiert bei Instagram, Twitter und Co.?

Auch abseits von DEM Sozialen Medium Facebook hat sich etwas getan. Mit jeweils rund 300 Millionen aktiven Nutzern kämpfen Twitter und Instagram um Platz drei (hinter Facebook und Youtube) im Ranking der beliebtesten Sozialen Medien.

Deutliche Vorteile hat aktuell dabei der Foto- und Videosharing-Dienst. Zwar lässt sich auf Instagram aktuell ein Sättigungseffekt aufgrund leicht sinkender Wachstums- und Interaktionsraten beobachten. Das sogenannte Followerwachstum lag im Juli 2015 jedoch immernoch bei 0,34 % (im Vergleich bei Twitter 0,19 %). Bei den Interaktionsraten ist Instagram darüber hinaus nach wie vor mit großem Abstand führend und verdeutlicht das Potenzial des Fotosharing Dienstes.

Instagram Anzeigen und neue Bildformate

Als konkrete Neuerung kann Instagram derweil eine Erweiterung des Bildformates verbuchen. Der nach wie vor als Standard-Einstellung verwendete quadratische Klassiker wird durch ein neues Quer- und Hochformat erweitert.

Darüber hinaus dürfen sich bald alle Unternehmen (und Nutzer) auf Instagram-Anzeigen freuen. Seit geraumer Zeit führt der zu Facebook gehörende Fotodienst Tests durch, in dem Anzeigen für einen bestimmten Teil der Nutzer Anzeigen über den Power Editor buchbar sind. Prognostiziert wird allerdings, dass ab Herbst ein Self-Service-Tool (ähnlich dem Facebook Werbeanzeigemanager) für alle Nutzer etabliert wird.

Twitter – Öffnung in Richtung Messenger

Und was macht Twitter? Der Microblogging-Dienst hat sich in Richtung Messenger geöffnet. Durch die Entfernung des Zeichenlimits bei Direktnachrichten kann man bei persönlichen Nachrichten bis zu 10.000 Zeichen verschicken.

Ausblick - erreicht die Snapchat-Welle bald Deutschland?

Wagt man einen Blick in die Zukunft, so wird Social-Media-Marketing gerade für Unternehmen noch wichtiger. Entwicklungen wie in den USA, wo Social Media bereits für mehr Traffic wie Google verantwortlich ist, sind auch durchaus in Deutschland vorstellbar.

Trotz leichtem Sättigungseffekt wird auch der Erfolgszug von Instagram weiter anhalten. Mit der flächendeckenden Einführung von Instagram-Anzeigen wird das soziale Medium sicherlich für Unternehmen aufgrund der exzellenten Interaktionsraten noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Snapchat - Fotospitzenreiter vor Whatsapp und Facebook

Ein in Deutschland noch weitestgehend unbekanntes Soziales Medium ist Snapchat. Schon jetzt werden auf dem Instant-Messaging Dienst allerdings mehr Fotos verschickt wie auf Facebook und Whatsapp. In Zahlen sind es 8.800 Fotos innerhalb einer Sekunde.

Snapchat ermöglicht es Fotos an einen ausgewählten Adressatenkreis (in der Regel Freunde) zu versenden. Die Fotos sind allerdings nur eine bestimmte, vorher festgelegte Anzahl an Sekunden sichtbar und werden anschließend gelöscht. Ob und inwiefern Snapchat auch in Deutschland flächendeckend Einzug erhalten wird, gilt abzuwarten. Fakt ist, dass der neue Dienst bei anhaltender Erfolgswelle Unternehmen und allgemein das Social-Media-Marketing vor neue Herausforderungen stellen wird.

Fazit

In welche Richtung sich die Social-Media-Landschaft entwickeln wird, bleibt folglich spannend. Nicht jeder Trend aus den USA wird zwangsläufig auch Deutschland im Sturm erobern, was man zu Letzt gut am Beispiel Pinterest verfolgen konnte. Dennoch hält der Boom Sozialer Medien, allen voran Facebook, weiter an und wird in naher Zukunft auch nicht schwächer werden.

Die Bedeutung von Social-Media-Marketing wird für Unternehmen deshalb weiter zu nehmen und ist mit Sicherheit ein Beschäftigungsfeld, in welchem vielerorts aktuell noch reichlich Potenzial verschenkt wird.

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