Wintertrends 2013/2014 - Skifahren ist nicht genug

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Jedes Jahr beginnt die Skisaison aufs Neue und jedes Jahr verändern sich die Urlaubsziele, deren Angebote und die Gewichtung der Interessen von Urlaubern mit den aufkommenden Trends.

Diese werden unter anderem von den Veränderungen, welche der Klimawandel mit sich bringt, beeinflusst. Durch den Temperaturanstieg der letzten Jahre ist die natürliche Schneesicherheit in manchen Regionen nicht mehr gewährleistet, wodurch sich die Fläche von Kunstschnee in den Alpen von 2005 bis 2011 verdoppelt hat.

Den Bayrischen Skigebieten wird für die kommenden Jahrzehnte ein Wegfall des Skitourismus vorausgesagt und auch andere Skigebiete werden wahrscheinlich mit Problemen auf Grund der Schneehöhe zu kämpfen haben.


Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit der Frage auseinander zu setzen, welche Wintertrends sich neben dem Skitourismus in den nächsten Jahren entwickeln oder weiter ausbauen werden. Die letzten Jahre zeigen, dass sich das Berg-Wintergeschäft langsam aber stetig weg vom reinen Skiurlaub und hin zu einer Kombination von Skifahren und anderen Winteraktivitäten im Rahmen einer Wohlfühlatmosphäre wandelt. In diesem Zusammenhang zählt Carsten Crossman von TUI in einem einem Interview drei Trends für den Winter auf, die sich neben dem Skifahren durchsetzen werden:

  •  Outdoor
  •  Genuss
  •  Wellness

Outdoor & Genuss

Crossman erklärt weiter, dass die steigende Anzahl an Nicht-Skifahrern ein divertifizierteres Angebot nötig mache, da es bei dieser Zielgruppe mehr um eine Erlebnisreise in den Schnee als um das reine Skifahren gehe. Ein Beispiel hierfür sind Paare, die im Winter gemeinsam Urlaub machen wollen, ohne (jeden Tag) auf der Piste zu sein. Diese gehen dann gerne gut essen oder nutzen andere Outdooraktivitäten wie Schneewanderungen oder Rodeln.

Austria Tourism stützt diese Thesen mit ihrer Empfehlung für österreichische Hotels:

Danach wird empfohlen, neue deutsche Urlaubs-Zielgruppen mit dem  Thema "Winterurlaub im Schnee" zu aktivieren und diese Nicht-Wintersportler mit Wellness, Natur und hochwertigen regionalen Speisen für sich zu gewinnen.

Sauna nach dem Skitag ist Standard

Crossmann erwähnt auch, Sauna nach einem Skitag sei heute Standard. Jedoch geht die Bedeutung von Wellness weit über einen nettes Extra hinaus, wie eine Umfrage von Opodo zeigt, nach welcher Wellness für die skigebietsnahen Hotels immer öfters eine zentrale Rolle spielt:

  • Der Hälfte aller Befragten ist Wellness im Winterurlaub genauso wichtig wie das Ski- und Snowboardfahren.

 Diesen Trend bestätigen auch die Google-Suchanfragen für "Skiurlaub" und "Wellnessurlaub":

  • Dezember 2005: 6,5 mal mehr Suchen nach Skiurlaub als nach Wellnessurlaub
  • Dezember 2012: 3,1 mal mehr Suchen nach Skiurlaub als nach Wellnessurlaub
  • Diese Entwicklung liegt vor allem am sinkenden Traffic für Skiurlaub, während die Nachfrage an Wellnessurlauben relativ kostant anhält.
Besonders für die deutschen Hotels ist Wellness eine große Chance, das sinkende Interesse an Skiurlauben auszugleichen, was eine Gegenüberstellung des Suchvolumens von „Skiurlaub Deutschland“ und „Wellnessurlaub“zeigt:
  • In Vergangenheit übertraf der Traffic von „Skiurlaub Deutschland“ von Oktober bis Januar den von "Wellness Deutschland".
  • Seit 2011 ist dies nur noch im Dezember und Januar der Fall.
In Österreich ist die Spanne zwischen beiden Begriffen dagegen noch sehr groß, jedoch geht auch hier die Nachfrage an Skiurlaub zurück, während Wellnessurlaube weiter konstant gesucht werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele Indikatoren für ein sinkendes Interesse an reinen Skiurlauben in Zukunft sprechen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Hotels die für ihre Unternehmen wichtigen Wintergäste mit individuellen Rundum-Winterprogrammen verwöhnen. Damit jeder Gast die Schwerpunkte seines Urlaubs so weit wie möglich selbst bestimmen kann, ist es wichtig, neben dem Kernthema Skifahren andere Winteraktivitäten, Kulinarik und vor allem Wellness in den Mittelpunkt ihres Angebots zu rücken.

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